Wir steigern das Bruttosozialglück – ein Buch von Annette Jensen

20. Oktober 2011

Hallo liebe/r Leser/in, anbei eine kurze Vorstellung vom Buch “Wir steigern das Bruttosozialglück: Von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben”. Ich habe es selbst leider noch nicht gelesen (werde ich irgendwann nachholen :-) ), aber die Themen, die angesprochen werden, finde ich spannend. Zum Beispiel weg von der Idee vom konstanten Wachstum und Konsumorientierung. Vor allem weil ich selbst nach solchen Beispielen suche, die andere Leute inspirieren können. Die Autorin hat netterweise einige Absätze geschrieben, um ihr Buch näher zu beschreiben. Nachfolgend die Details und Link:

Nicht nur protestieren und anklagen – sondern etwas konkret besser machen: Damit haben in den letzten Jahren sehr viele Menschen in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen angefangen: In der Finanzwirtschaft, in der Produktion, bei der Herstellung und Vermarktung von Lebensmitteln, im Verkehr und vor allem natürlich im Energiesektor. Über diese Projekte berichte ich in meinem Buch: “Wir steigern das Bruttosozozialglück. Von Menschen, die anders wirtschaften und besser leben.” Zugleich beleuchte ich, warum die gegenwärtig vorherrschende Wirtschaftsweise längerfristig nicht funktionieren kann.

Im österreichischen Vorarlberg beteiligen sich Dutzende von Unternehmen und Hunderte von Privatleute an einer Kombination von Tauschring und Parallelwährung. Das schafft nicht nur interessante Begegnungen, sondern stärkt auch die regionale Wirtschaft, und vor allem in Finanzkrisenzeiten erlebt das Modell einen Boom. Völlig unbeschadet sind auch die kleinste Bank Deutschlands in Gammesfeld und die landesweit tätige GLS-Bank durch die Krise gekommen.

In Freiburg gibt es nicht nur ein klimaneutrales 4-Sterne-Hotel und eine Siedlung, die mehr Energie herstellt als verbraucht. Ein findiger Biobauer aus der Umgebung hat auch einen Weg gefunden, wie er trotz der grünen Billigkonkurrenz weiter hohe Qualität erzeugen kann, ohne pleite zu gehen. Ganz unterschiedliche Verbraucher-Erzeugergemeinschaften sind in den letzten Jahren entstanden. Und auch in der Herstellung von Industriegütern gibt es Menschen, die zeigen, dass eine Chemiefabrik ohne Erdöl auskommen kann und dass sich aus Gras Plastik herstellen lässt. Zugleich wird die open-source-Bewegung nicht nur in der Softwareentwicklung immer bedeutsamer, sondern auch in der Produktion von Alltagsgegenständen. Strukturell sind die Großkonzerne längst in der Defensive und die Zukunft gehört den Kleinen, Regionalen, vielfach Vernetzten. Das Gute ist, dass jeder in seinem Alltag anfangen kann, sich der Änderungsbewegung anzuschließen. Dabei geht es nicht Verzicht, sondern darum, dass es Spaß macht, das eigene Leben wieder stärker in die Hand zu bekommen.

Link zum Buch: http://www.herder.de/buecher/gesellschaft_politik/detailseiten/Wir-steigern-das-Bruttosozialglueck.30404.html


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