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Naturmatratze: Total natürlich schlafen

3. Oktober 2012

(Projekt wurde beendet, leider wurde die Matratze nicht gefunded, einige Links wurden daher gelöscht und einige Textstellen gelöscht)
(Hanf)

Hallo liebe Leserinnen und Leser, anbei eine interessante Beschreibung für ein Projekt, das ich gerne im Blog erwähnen will. Der Text ist ein bisschen ‘grob’, ich glaube, dass der Projektinitiator diesen selbst geschrieben hat – daher ist dieser Beschreibungstext nicht perfekt, aber macht den Text auch “natürlicher” (Wortspiel war nicht meine Intention ;-) ). Das Projekt birgt viele Neuheiten, ob es für den großen Markt bestimmt ist, weiß ich nicht. Aber ein Prototyp ist bestimmt spannend! Mehr Infos unten oder auch auf der Naturmatratatzen-Facebook-Page. Viele Grüße, Oliver

(Mitteilung)
Wer bin ich: Ich bin der Bauernsohn Antonius Grotenhermen, handfester Tischler und kopfdenkender Holztechniker und Informatik-Kaufmann aus Westfalen. Vor 5 Jahren kam ich in das schöne Lettland, wo die Menschen leider unter 50 Jahren Sowjetunion eine eigenartige Mentalität entwickelt haben, die man nach und nach kennen lernt. Häufig ist das Kennenlernen negativ, häufig kostet das Zeit und Geld.
Von Natur aus, denke ich positiv. Ich habe festgestellt, dass man hier alles was man vor hat, selber können muss und keinem anderen vertrauen sollte.
Daher startet das Projekt um das es hier geht, auf dem Hof (5,8 ha, neben Kuldiga), wo ich seit rund 2 Jahren lebe und nicht in Riga oder Varme (25km von Kuldiga), wo ich auch versucht habe, die Matratze zu entwickeln und zu bauen.

Folgendes werde ich tun: Ich werde echte Naturmatratzen bauen, die aus Getreidestroh, Hanfstroh, Hanffaser, Seegras, Flachsstroh, Heu, Wolle und anderen natürlichen Materialien hergestellt werden. Alle Rohstoffe wachsen vor Ort (Hanf und einige Kräuter direkt hier, dort wo er gebraucht wird) oder werden aus europäischen Nachbarländern bezogen (Filz, Faden, Stoff, Demeter Stroh, Seegras). Allen ist gemein, dass der Rohstoff nicht mit Kunststoff vermischt ist oder viel Energie in die “Veredelung” gesteckt wird. Es werden biologisch erzeugter Rohstoffe bevorzugt.
Die Matratzen haben keine Kunststoffanteile und sie werden von mir, nach Gebrauch, zum Kompostieren zurück genommen.

Ich mache folgendes anders: Normal werden Matratzen aus Kunststoffen oder Kunststoffanteilen hergestellt. Auch sogenannte Naturmatratzen haben Kunststoffgarne und der verwendete Latex hat Chemieanteile (Grenzwerte). Diese Matratzen können nicht rückstandslos und im natürlichen Kreislauf kompostiert oder wieder verwendet werden, obwohl das geschrieben
wird.
Ich will mit dieser Matratze eine Idee umsetzen, an der ich seit rund 2 Jahre arbeite. Es soll für mich ein Einnahmequelle werden, aber auch zeigen wie Matratzen hergestellt und komplett wieder in die Umwelt eingegliedert werden.

Die Matratzen haben folgenden Vorteil: Meine Matratzen gewährleisten dem Schläfer keine Ausgasungen aus Kunststoff oder Chemikalien. Der Nutzer kann sogar Teile der Matratze aus Kräutern herstellen lassen, die auf den Körper bestimmte Wirkung haben.
Zum Beispiel Goldrute: Das Gelb des Herbstes, wirkt beim Problemen der Niere, Harnwege und Blase.
Zum Beispiel Roggenstroh u.a.: Die Kieselerde oder Kieselsäure, in der Homöopathie “Silicea terra” genannt, ist maßgeblich für die Stabilität der Strohhalme zuständig. Roggenstroh ist durch Kieselsäure sehr stabil und spreizfähig, mehr wie andere Strohsorten. In der menschlichen Gesundheit ist Kieselsäure ebenfalls sehr wichtig. Auch hier wirkt es besonders auf das Binde- und Stützgewebe.
Zum Beispiel Seegras: Das echte Seegras, welches im Salzwasser wächst, ist ein alter Rohstoff der der Hersteller von Polstermöbeln und Matratzen (jetzt Schaumstoff, Kokosfaser, Latex…). Das Seegras reichert sich mit Salz an, brennt dadurch nicht und bietet keinen Lebensraum für die Staubmilben. Das Salz selber hat noch weitere positive Eigenschaften.
Die Matratzen bestehen aus 2 Schichten, jede etwa 7 cm. Diese werden lose ins Bett gelegt und durch den Bettrahmen fixiert. Jede Schicht kann gegen eine neue getauscht werden. Es muss also nicht die ganze Matratze erneuert werden, sonder es kann nur eine der Schichten erneuert werden.
Ich nehme die Matratze zurück. Sie wird nicht über den Sondermüll und dann über eine Verbrennung entsorgt, sonder bei mir kontrolliert kompostiert. Der fertige Kompost wird auf die Feldern gestreut.

Ich werde vormachen, dass man Matratzen sehr natürlich herstellen kann: Es gibt zu viel Produkte, die nach Gebrauch wertlos sind. Das geht sogar soweit, dass der Akku defekt ist, der nicht getauscht oder die defekte LED nicht durch eine neu ersetzt werden kann. So wandern viele gute Produkte auf dem Müll. Es wird zwar in Deutschland und sicher auch bald in Europa ein Wertstofftonne geben, doch die gesammelten Geräte und andere Produkte lassen sich nur zum kleinen Teil wieder verwenden. Der Verbrauch von Ressourcen oder der ökologische Fußabdruck wird immer größer.
Dabei muss es bei einer vernünftigen Produktentwicklung nicht so sein. Ich will vormachen, dass es bei einem Produkt wie die Matratze geht, einen geschlossenes Kreislauf zu haben.
Der moderne Name dafür ist: Ökoeffektivität oder auch “cradle to cradle”.

Ich bin sehr sozial und ökologisch eingestellt. Einige Vorhaben liegen einfach auf Eis, weil sie Geld benötigen. Wenn die Matratzen laufen, werde ich nach und nach einiges umsetzen. Es geht zum Beispiel um die Übersetzung meiner Fibel in Lettische Sprache www.bau-natur.de, Gründung eines Ökofonds und anderes.
Aktuelles zu dem noch Projekt Naturmatratzen gibt es unter www.facebook.com/naturmatratze


(Goldrute)


(Seegras)

(Projekt wurde beendet, leider wurde die Matratze nicht gefunded, einige Links wurden daher gelöscht und einige Textstellen gelöscht)


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  • Antonius

    Zum “groben” Text ;-) :
    Das der Text etwas grob ist, liegt sicher am Stress der letzten Wochen und einer Grippe zwischendurch.
    Aber ich will die Matratzen ja nicht schreiben sondern bauen.

  • oliveradria

    Finde ich ja auch ok – daher hatte ich den Artikel auch veröffentlicht :-) . Viele Grüße, Oliver

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